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gk_sil_re2gk_sil_re210. Juli 2019
Ein offener Brief an den ORF

Sehr geehrte Damen und Herren,
erst heute haben mich Freunde auf die Sendung "erLesen" mit Heinz Sichrowsky aufmerksam gemacht. Ich habe sie in der Mediathek angeschaut und und muss mit grosser Verwunderung feststellen, dass der ORF Frau Topsy Küppers nun zum zweiten Mal Gelegenheit gibt, sich über ihren Ex-Mann Georg Kreisler verleumderisch auszulassen.

Dass der Hass auch noch nach 40 Jahren so gross ist, sei ihr unbenommen. Aber dass sie wiederholt meinen Mann öffentlich als Lügner und Alkoholiker bezeichnet, ist übelste Nachrede. Noch dazu über einen Toten, der sich nicht mehr wehren kann.

Ich glaube nicht, dass es die Aufgabe des ORF ist, solch einer HETZE über einen so grossartigen Künstler, wie Georg Kreisler es war, ein Podium zu geben.GEORG KREISLER WAR KEIN ALKOHOLIKER, und es wird auch kaum jemanden geben, der das bestätigen könnte. Und es ist ungeheuerlich, so etwas zu verbreiten. Georg Kreisler öffentlich als Lügner zu bezeichnen, ist die subjektive Erinnerung einer alten Frau. Aber vielleicht hatte er sie wirklich belogen.

Ich war 36 Jahre lang 24 Stunden am Tag mit Georg Kreisler zusammen. Er war ein liebevoller, fürsorglicher Ehemann, wir lebten in einem totalen Vertrauensverhältnis, das nie durch irgendwelche Lügen enttäuscht wurde.

Georg Kreisler ist vor nunmehr über 40 Jahren gemeinsam mit den Kindern aus dieser Ehe geflüchtet, und wenn hier jemand gelogen hat, dann war es Frau Küppers. Das wurde ja auch gerichtlich bestätigt.

Sie wurde wegen Betrugs sowohl zivilrechtlich wie auch strafrechtlich von einem Wiener Gericht verurteilt. Die andere grosse Lüge ereignete sich im Jahr 2012. Georg Kreisler hat nach der Trennung immer wieder darum gebeten, dass ihm sämtliche handschriflichen Notizen und Entwürfe von Liedern und Texten, die sich noch in der Wiener Wohnung befanden, ausgehändigt werden. Aber Frau Küppers behauptete damals, sie könnte nichts finden, es existiert nichts mehr.

Und dann geschah das Wunder 40 Jahre später! Ein paar Monate nach Georg Kreislers Tod! Frau Kippers fand alles Material wieder und verkaufte es als ihr Eigentum an die Österreichische Nationalbibliothek. Ich habe zu spät davon erfahren, und als ich mich im Namen meines verstorbenen Mannes dagegen wehren wollte, hiess es: schon verjährt!

Diese diffamierenden Aussagen wurden in einem Interview mit Barbara Stöckl und in der Sendung "erLesen" mit Heinz Sichrowsky behauptet, und es ist eine Schande, dass der ORF immer wieder die Möglichkeit dazu bietet.

Mit freundlichen Grüssen, Barbara Kreisler - Peters

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-> die Antwort des ORF

Sehr geehrte Frau Kreisler-Peters,
vielen Dank für Ihr Schreiben! Topsy Küppers war in der Büchersendung „erLesen“ zu Gast, um dort ihren neuen Roman „Die Brüder Saphir“ vorzustellen.
Da das Konzept dieser Sendung bewusst darüber hinausgeht, nicht nur Inhalte von Buch- Neuerscheinungen wiederzugeben, sondern auch Tagesaktuelles wie Biografisches mit einzubeziehen, wurde Frau Küppers – zumal sie das erste Mal in der Büchersendung „erLesen“ zu Gast war – unter anderem auf ihre Ehe mit Georg Kreisler angesprochen. Darauf entgegnete sie, persönlich nicht mit Lügnern und Alkoholikern zusammenleben zu können, was ihre eigene Wahrnehmung dieser Ehe widerspiegelt. Diese zu zensieren stünde dem ORF nicht zu, da wir verpflichtet sind, persönliche Meinungshaltungen unverfälscht und ohne Verzerrung des Sinnzusammenhanges wiederzugeben. Auch Heinz Sichrovsky entgegnet dem Gesagten mit den Worten „Du meine Güte, aber ein genialer Mann – sind wir uns da einig? Großartig...“, was verdeutlicht, dass sich die Redaktion mit dem Gesagten nicht idendifiziert.
Natürlich ist es nicht unser Anliegen, Herrns Kreisler medial zu diffamieren, trotzdem können wir keine inhaltliche Verantwortung für die Äußerungen von Topsy Küppers übernehm
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Schöber

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-> das Schreiben auf diese Antwort

Sehr geehrter Herr Schöber,
ich danke Ihnen für Ihre Antwort, aber in der Ankündigung der verschiedenen Sendetermine von "erLesen" war nicht das Buch von Frau Küppers wichtig, sondern es wurde mit den diskriminierenden Aussagen über Georg Kreisler geworben, damit auch möglichst viele Menschen erfahren, was für ein schrecklicher Mensch dieser Mann gewesen sein muss.

Das ist billigster Boulevard-Journalismus und zeigt, dass es dem ORF wichtig war, ausgerechnet dieses Zitat noch einmal besonders herauszustellen. Natürlich zur rechtlichen Sicherheit immer auf Distanz! Und es fällt mir immer schwerer, hier sachlich zu bleiben. Sorry.

Barbara Kreisler-Peters

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gk_kopf2Am 14. September 2009 wird in Hamburg mein neues Buch vorgestellt. Es erscheint im Arche Verlag und heißt LETZTE LIEDER.

Am 14. November 2009 wird im Volkstheater Rostock meine neue Oper uraufgeführt. Sie heißt: DAS AQUARIUM oder DIE STIMME DER VERNUNFT.

Und dann gibt es noch andere Termine, die auf der Termin-Seite zu finden sind ...





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Endlich wieder was Neues. Der Sommer war lang und kalt.
Mitte September kommen zwei Bücher heraus, beide im Scherz Verlag (Frankfurt/Main). Erstens, meine Bio mit dem Titel „Georg Kreisler gibt es gar nicht”, geschrieben von zwei Hamburger Journalisten: Hans-Juergen Fink und Michael Seuffert.
Ich hätte meine Lebensgeschichte nie so schreiben können wie diese beiden. Die haben Dinge über mich herausgefunden, die ich längst vergessen habe oder denen ich nie nachgegangen wäre. So habe ich zum Beispiel im Jahr 1947 im Exil in New York bei RCA Victor ein Plattenalbum aufgenommen - natürlich in englischer Sprache. Ein paar Wochen später teilte man mir dort mit, meine Lieder wären unmoralisch, man könne sie nicht zum Verkauf anbieten und würde die Aufnahmen zerstören, außer ich würde sie kaufen. Kaufpreis: 500 Dollar. So viel Geld hatte ich damals nicht, also fügte ich mich in mein Schicksal. Und jetzt, 58 Jahre später, haben die Herren Fink und Seuffert herausgefunden, dass meine damaligen Lieder zwar nicht in den Verkauf gelangten, aber keineswegs zerstört wurden. Sie haben sie in einem Keller bei RCA Victor in New York aufgestöbert, nach Europa gebracht und auf eine CD überspielt. Die Qualität ist außerordentlich gut. Und jetzt liegen sie meiner Biographie gratis bei. Wer das Buch kauft, kriegt die CD.
Dies ist nur ein Beispiel von vielen für die akribische und hervorragende Arbeit, die diese Hamburger Journalisten meinem Leben gewidmet haben.
Das Buch enthält außerdem viele Fotos, die sie da und dort gefunden haben, und ich persönlich kann den beiden nur dankbar sein. Der Titel „Georg Kreisler gibt es gar nicht” ist ein Zitat aus einer Kritik des Wiener Literaten Hans Weigel. Näheres im Buch.

Gleichzeitig bringt der Scherz Verlag ein Taschenbuch mit Texten von mir heraus. Es heißt „Leise flehen meine Tauben” und enthält Prosa und Lyrik von mir, einiges alt, vieles neu, ziemlich umfangreich, über 300 Seiten. Herausgeber und Verfasser eines schönen Vorwortes sind ebenfalls Hans-Juergen Fink und Michael Seuffert. Es war also ein höchst interessantes Jahr für mich.

Ich werde Bruchstücke aus diesen beiden Büchern lesen, Fragen beantworten, die gekauften Bücher signieren, was man halt so macht mit neuen Büchern, damit man sie dem Lesepublikum näherbringen kann: am 20. September im Tivoli Theater in Hamburg, am 22, September im Kabarett „Die Funzel” in Leipzig, am 1. und 2. Oktober in der Buchhandlung „Buch und Wein” in Wien und am 17. Oktober im Lustspielhaus in München.

Das sind die Termine, die bis jetzt feststehen. Es werden sicher noch einige dazukommen. Also auf Wiedersehen!

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